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Madagascar ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 27. Mai 2005 in den USA und am 14. Juli 2005 in Deutschland in den Kinos anlief. Er entstand unter dem Arbeitstitel „Wild Life“ in den DreamWorks Animation Studios, die vor allem mit der Shrek-Reihe und dem Film Große Haie – Kleine Fische Erfolge feierte. 240 Mitarbeiter arbeiteten vier Jahre lang an der Vollendung des Filmes. In Deutschland sahen ihn mehr als 6,5 Mio. Kinozuschauer.

Inhalt

Handlung

Vier New Yorker Zootiere – das abenteuerliebende Zebra Marty, der eitle Löwe Alex, die hypochondrische Giraffe Melman und die divenhafte Nilpferddame Gloria – machen nach Martys zehntem Geburtstag die Straßen außerhalb des Central Park Zoos unsicher. Erst kurz zuvor war der vorlaute Marty von den vier Pinguinen Skipper, Private, Kowalski und Rico zu diesem Fluchtplan überredet worden, denn eigentlich stehen Gloria, Melman und Alex, alle im Zoo verwöhnt, diesem Vorhaben sehr skeptisch gegenüber. Nach einer langen Nacht, die sie vor allem auf der Flucht vor der Polizei verbringen, finden sich die vier Freunde sowie die Gruppe der Pinguine und die Schimpansen Mason und Phil in Holzkisten auf einem Schiff in Richtung Kenias Nationalpark wieder.

Nachdem die verschwörerischen Pinguine die Kontrolle über das Schiff übernommen hatten und die Holzkisten der gefangenen Tiere vom Schiff gefallen sind, stranden Alex, Marty, Melman und Gloria auf Madagaskar. Bald merken die verwöhnten Tiere, wie es wirklich ist, in der Wildnis zu leben. Sie treffen auf eine Gruppe Lemuren, die zuerst ängstlich sind, vor allem wegen des Raubtiers Alex, doch schnell merken, dass sie von den Zootieren nichts zu befürchten haben. Julien, der König der Lemuren, will die „New York Giants“ sogar als Verteidigung gegen die Fressfeinde der Lemuren, die Fossas, einsetzen.

Als Alex hungriger und hungriger wird, erinnert er sich an seinen Jagdtrieb und fantasiert sogar davon, seinen besten Freund Marty zu fressen. Am liebsten möchte er aber einfach wieder nach Hause in den Zoo, wo er regelmäßig gefüttert wird und seinen Starruhm genießen kann. Als Alex Marty in den Hintern beißt, verbannt ihn King Julien in das Gebiet der Fossas. Marty erkennt, was aus Alex geworden ist, und begreift, dass es ein Fehler war, den Zoo zu verlassen.

Als Marty von den Fossas angegriffen wird, kommen Melman und Glora ihm zu Hilfe, doch aufgrund der Überlegenheit der Fossas können sie diese nicht besiegen. Alex, der mittlerweile seinen Instinkt losgeworden ist, rettet seine Freunde und verjagt die Fossas endgültig.

Da Alex allerdings immer noch hungrig ist, wird er von den Pinguinen, die inzwischen wieder aus der Antarktis zurückgekehrt sind, mit Sushi gefüttert. Am Ende bereitet sich die Truppe auf das Auslaufen Richtung New York vor. Allerdings ist der Tank des Schiffes leer.

Kritik

Rico Pfirstinger schreibt für das Kinomagazin Cinema: „Madagascar“ ist kein neuer „Findet Nemo!“ und verzichtet weitgehend auf die in diesem Genre üblichen Moralbotschaften. Kein großer Film – aber ein Riesenspaß.

Von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) bekam der Film das Prädikat Besonders wertvoll. In ihrer Begründung nannte die Bewertungstelle den Film „technisch perfekt“ und sieht in ihm „überzeugend gestaltete Familienunterhaltung mit Einfallsreichtum und Witz“.[6]