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Pathfinder (so der internationale Kinotitel; Originaltitel: Ofelaš bzw. Veiviseren [beides für dt. Wegweiser]; deutscher Fernseh-Alternativtitel: Die Rache des Fährtensuchers) ist ein preisgekröntes Abenteuerdrama des samisch-norwegischen Regisseurs Nils Gaup aus dem Jahre 1987. Gaup verarbeitete in dem Oscar-nominierten Jugendfilm eine Volkssage, die sein Großvater ihm während seiner Kindheit erzählt hatte.

Inhalt

Handlung

Aigin, ein 16-jähriger Same, kehrt von der Jagd zurück, um daheim festzustellen, dass Vater, Mutter und seine kleine Schwester durch die marodierenden „Tschuden“[Anm. 1] brutal ermordet wurden. Gleich darauf wird er selbst entdeckt und bei seiner Flucht von einem Armbrustpfeil getroffen. Verwundet kann er sich ins Nachbarlager retten, wird dort aufgenommen, gepflegt und findet obendrein in Sahve ein hübsches Mädchen, das sich auf Anhieb in ihn verliebt.

Doch die Tschuden (nach Kleidung und Ausrüstung wie Wikinger dargestellt) haben ihn verfolgt und drohen, auch Aigins Helfer zu töten. Während fast alle Samen mit Sack und Pack vor den Angreifern in Richtung Küste fliehen, bilden Aigin, drei Verbündete und Raste, der Schamane seiner Retter, die Nachhut. Sie fügen den mordlüsternen Kriegern aus dem Baltikum zwar einige Verluste zu, sind ihnen aber doch schnell unterlegen. Als Raste gefoltert wird, versucht Aigin, ihn zu retten, und bietet sich den Tschuden als Wegweiser zum neuen Unterschlupf der Nomaden an. Trotz Aigins Zugeständnis geht einer der Krieger beim Aufbruch zu Raste zurück und bringt diesen unbemerkt um. Am Ende führt der unter Zwang rekrutierte Pfadfinder die Berserker-Horde in den Untergang, indem er sie über den vereisten einzigen Gebirgspass zur Küste führt und dabei mit Hilfe einer Lawine dafür sorgt, dass die gesamte Seilschaft einen tiefen Abhang hinunterstürzt.

Kritik

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Vor grandioser Naturkulisse angesiedelter spannender, in einzelnen Szenen recht drastischer Abenteuerfilm nach einer alten samischen Legende. Klassische Genre-Elemente werden mit ethnischer Genauigkeit und einem Plädoyer für ein friedfertiges Dasein in der Gemeinschaft verbunden.“

– Lexikon des internationalen Films[1] Nominierungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]