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Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen ist ein Knetanimationsfilm von Nick Park und seiner Firma Aardman Animations, der 2005 in Zusammenarbeit mit DreamWorks Pictures produziert wurde. Nach drei erfolgreichen Kurzfilmen ist dies der erste abendfüllende Kinofilm mit den beiden Hauptfiguren Wallace & Gromit. 2008 erschien ein weiterer Kurzfilm mit dem Titel Wallace & Gromit – Auf Leben und Brot.

Inhalt

Handlung

Der exzentrische aber liebenswerte Erfinder Wallace und sein Hund Gromit betreiben in einer englischen Kleinstadt das erfolgreiche Unternehmen „Anti-Pesto“ zum Schutz von Gemüseplantagen und zur Bekämpfung von Schädlingen. Es steht der jährliche Gemüsewettbewerb an, der auf dem Grundstück der Lady Tottington abgehalten wird und bei dem die größten und schönsten Exemplare traditionell mit der Goldenen Mohrrübe ausgezeichnet werden.

Gerade in diesem Moment ist in der kleinen Stadt eine Kaninchenplage ausgebrochen und Wallace und Gromit haben alle Hände voll zu tun, die wertvollen Gemüse vor den Kaninchen zu beschützen. Auf allen Grundstücken und in allen Gewächshäusern sind daher Kaninchen-Warnsysteme installiert, die die beiden Helden umgehend alarmieren. Auch auf dem Grundstück von Lady Tottington tummeln sich mittlerweile die gefräßigen Tiere und so werden Wallace und Gromit dorthin beordert. Wallace ist sogleich vom Anblick der schönen und tierlieben Lady verzaubert und begibt sich umso motivierter auf die Kaninchenjagd. Dabei kommt ihm zugute, dass Lady Tottington seine Methode, die Kaninchen einzufangen, viel lieber ist als die von Lord Victor Quartermaine, der ebenfalls ein Auge auf die Lady geworfen hat. Er möchte die Schädlinge lieber mit seiner Flinte und mit Hilfe seines aggressiven Terriers zur Strecke bringen.

Um der wachsenden Plage Herr zu werden, baut Wallace einen sinnreichen Apparat, der den gefangenen Kaninchen ihren Appetit auf Karotten und Gemüse per Gedankenmanipulation austreiben soll.

Beim Einsatz der Maschine kommt es aber zu einer folgenschweren Fehlbedienung. In der folgenden Nacht macht ein riesiges Kaninchen die Stadt unsicher. Bald findet Gromit heraus, dass sich bei dem Experiment die Persönlichkeiten von Wallace und dem Hasen Karlchen (engl. Hutch) vertauscht haben. Während Karlchen bald Pantoffeln und Weste trägt und Käse über alles liebt, verwandelt Wallace sich im Vollmond in ein riesiges „Were-Rabbit“ (Wortspiel zu engl. werewolf, also dt. Werwolf) und plündert die Gemüsegärten der Stadt.

Auch Quartermaine erfährt von Wallace großem Geheimnis und sucht Rat beim Pastor der Stadt. Dieser findet in einem alten Buch heraus, dass es die einzige Möglichkeit ist, das Riesenkaninchen zu vernichten, es mit einer goldenen Kugel zu erschießen und macht sich auf die Jagd.

Am Abend der Preisverleihung entführt das Riesenkaninchen Lady Tottington und sie findet heraus, dass es sich um Wallace handelt. Quartermaine hat jedoch weiterhin vor, ihn zu töten, da er so sowohl die Konkurrenz in Sachen Schädlingsbekämpfung als auch bezüglich der Heirat Lady Tottingtons ausschalten kann. Als ihm die Patronen ausgehen, will er Wallace mit der goldenen Mohrrübe erschießen, doch Gromit kann dies mit Hilfe von Karlchen gerade noch verhindern. Wallace stürzt von einem Gebäude und verwandelt sich zurück in einen Menschen. Er bleibt jedoch regungslos liegen. Als Gromit ihn ein Stück Käse unter die Nase hält, wacht er aber wieder auf.

Gromit erhält als Dank die goldene Karotte. Wallace und Lady Tottington beschließen, alle Kaninchen inklusive Karlchen zu befreien und auf dem Anwesen Tottingtons leben zu lassen.

Kritik

„Höchst amüsanter Knetfiguren-Trickfilm voller Skurrilitäten und Gags, der sich durch seine überbordende Fabulierlust sowie seine höchst subtile Detailfreude auszeichnet. Neben zahlreichen Zitaten aus der Filmgeschichte verdichtet sich der Film zu einer liebenswerten Hymne auf die Freundschaft.“

– Lexikon des Internationalen Films[3]