FilmspiegelFilmspiegel

24 Stunden Angst ist ein deutsch-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2002. Der Film basiert auf dem Roman 24 Hours von Greg Iles, der auch das Drehbuch zum Film schrieb.

Inhalt

Handlung

Der erfolgreiche Mediziner William Jennings, seine Ehefrau Karen und deren fünfjährige Tochter Abby werden entführt und an verschiedenen Orten festgehalten. Die drei Kidnapper kommunizieren durch alle 30 Minuten durchgeführte Anrufe und drohen mit Tötungen, sollte ein Anruf ausbleiben. Sie versprechen, dass binnen 24 Stunden alles vorbei sein wird, wie dies auch bei den vier zuvor von der Gruppe durchgeführten Entführungen der Fall gewesen ist.

Trotz detaillierter Planung sehen sich die Entführer – Joe Hickey, dessen Ehefrau Cheryl und Joes geistig zurückgebliebener Cousin Marvin – bald mit einer Reihe unerwarteter Probleme konfrontiert. So haben sie nicht damit gerechnet, dass die asthmakranke Abby dringend auf Medikamente angewiesen ist und sich ihre Eltern wenig kooperativ den Entführern gegenüber verhalten. Die Durchführung des Verbrechens gerät deshalb zunehmend außer Kontrolle.

Karen findet heraus, dass Joe Hickey sich in einem Krankenhaus auskennt, in dem ihr Ehemann ein Jahr zuvor gearbeitet hat. Sie stellt fest, dass die bisherigen Opfer der Entführungen Hickeys die Familien der dort beschäftigten Ärzte waren. Es stellt sich heraus, dass Hickeys Kind in dem Krankenhaus nach einer Operation starb. Eine ähnliche Entdeckung macht William. Er überwältigt seine Entführerin Cheryl und foltert sie, indem er ihr ein Mittel verabreicht, das eine Lähmung der Atmungsorgane verursacht. Wenig später gibt er ihr ein Gegenmittel, um sie am Leben zu erhalten, da es ihm einzig darum ging, Cheryl mit der Situation zu konfrontieren, in der sich seine asthmakranke Tochter Abby befindet. Weiterhin versucht er, Cheryl zu überzeugen, dass er keine Schuld am Tod ihres Kindes trägt. Daraufhin gestattet Cheryl William, einen Anruf zu tätigen. Er bittet einen Freund, der bei einer Telefongesellschaft arbeitet, die Handys der Entführer zu orten. Dem Freund gelingt dies, darüber hinaus informiert er jedoch entgegen Williams Bitte die Polizei.

Währenddessen bedroht Karen Joe Hickey mit einem Skalpell, als er sie zum Beischlaf zwingen will. Dabei wird Joe verletzt und trägt einen langen Schnitt am Oberschenkel davon.

Als William bei der von den Entführern genannten Bank das Lösegeld in Höhe von 250.000 US-Dollar in Bargeld abholt, trifft er im Büro des Bankleiters auf FBI-Agenten, die von der Entführung erfahren haben. Sie bitten William, eine Wanze zu tragen, und folgen ihm und Cheryl, die sich in zwei verschiedenen Autos mit ihren Entführern auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt machen, an dem das Lösegeld und Abby übergeben werden sollen. Joe benachrichtigt seine Frau telefonisch, er habe die Pläne geändert. Cheryl und William sind nun davon überzeugt, Joe wolle das Kind töten. Sie fliegen mit Williams Kleinflugzeug, mit dem sie auf dem Highway vor den Autos, mit dem Joe und Karen sowie Marvin und Abby unterwegs sind, landen. Nach einem Kampf gegen die Eheleute Jennings wird Joe von Karen erschossen, die anderen Entführer werden später verhaftet, während Abby unbeschadet zu ihren Eltern zurückkehren kann.

Kritik

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der Entführungsthriller „erreicht nie die Klasse von Zelluloidjuwelen“, sei kein Meisterstück des Genres, aber trotzdem sehenswert. Die Inszenierung der „bewährten Story“ weise „schweißtreibende Intensität“ auf. Die Redaktion lobte zudem die „hochkarätigen Darsteller“.[3]

Auf der Webseite von TV Movie wird erwähnt, der Film setze statt auf Action zunächst auf seine starken Darsteller und eine ausgeklügelte Dramaturgie. Unter dem Action-Overkill des Finales leide die Glaubwürdigkeit der Story.[4]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, 24 Stunden Angst sei ein „durchaus klug angedachter Thriller, dessen Plot sich aber als wenig tragfähig erweist, sodass der Film in ein leicht zu durchschauendes Katz-und-Maus-Spiel mit sensationslüsternem Ende mündet.“[5]