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Man muß es gleich vorweg sagen: Vielen Leuten wird Pi nicht im geringsten gefallen. Die technische Qualität der Bilder ist äußerst gering. Der Film ist durchweg in grobkörnigem Schwarz-weiß und die Kamera wackelt mehr als einmal. Ein weiterer Aspekt, der vielen Leuten Probleme bereitet, ist die Tatsache, dass der Film sehr düster ist, sowohl von der Thematik als auch vom visuellen her. Das ist aber auch schon alles, was mir an Negativem zu Pi einfällt.

Was an Pi besonders auffällt, ist die fast durchgehende Untermalung durch einen treibenden Drum 'n' Bass Soundtrack. Neben speziell für den Film erstellten Stücken kann man Lieder von klangvollen Namen wie Aphex Twin, Massive Attack oder Orbital hören. Die Musik treibt den Film immer weiter voran, die schnellen elektronischen Klänge sind quasi das Spiegelbild von dem was in Max Kopf vorgeht. Nur in einigen wenigen Szenen stoppt die Musik für einige Sekunden. Die dann entstehende Stille hat eine sehr intensive Wirkung.

Hervorragend ist die Darstellerleistung von Sean Gullette. Er bringt das Genie Max wirklich überzeugend rüber. Max sieht die Natur nur noch als Geflecht von Zahlen, das es zu entschlüsseln gilt. Er wird langsam darüber wahnsinnig, dass er nicht in der Lage ist dieses Muster zu sehen. Regisseur Darren Aronofsky schafft es dabei hervorragend, dem Zuseher die wissenschaftliche Materie anschaulich näherzubringen. Durch die Beispiele fängt man selbst an nachzudenken. Gibt es wirklich Muster in der Natur die immer wieder auftreten? Läßt sich alles mit einer Weltformel berechnen?

Der Film verharrt aber nicht auf bloßem wissenschaftlichen Experimentieren. Besonders gegen Ende erhält der Film, der mit einem Minibudget von 60.000 $ gedreht wurde, eine unglaubliche Geschwindigkeit. Max gerät in die Fänge von jüdischen Fanatikern und gierigen Wallstreet-Spekulanten. Seine körperliche Verfassung leidet, was sich in für den Zuschauer sehr verstörenden Migräneanfall-Szenen ausdrückt. Wer mehr über die Hintergründe des Films erfahren möchte, dem sei die offizielle Seite des Films ans Herzen gelegt, die vom Hauptdarsteller Sean Gullette erstellt wurde, dessen Hauptberuf Webdesigner ist.

Packender Wahnsinnstrip in verstörender Bilderwelt.


 

 

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