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Otto – Der Katastrofenfilm ist eine deutsche Komödie aus dem Jahr 2000 und der fünfte Kinofilm von und mit Otto Waalkes in der Hauptrolle.

Inhalt

Handlung

Der Film gliedert sich in eine Rahmenhandlung und eine innere Handlung. Während ersterer sitzt der Protagonist Otto auf einer Parkbank im New Yorker Central Park und erzählt neugierigen Touristen seine Lebensgeschichte (Anspielung auf Forrest Gump). Diese ist nachfolgend zusammengefasst.

Beginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto wird als Sohn eines Landstreichers in einer Scheune geboren (diese Szene ist eine Parodie auf die Geburt Jesu von Nazaret.) Seine Eltern setzten ihn in einem Weidenkörbchen aus (Parodie auf Mose), und er treibt über die ostfriesischen Kanäle und Entwässerungsgräben. Ein alter Fischer findet ihn schließlich und nimmt ihn bei sich zu Hause, in einer urigen Hütte am Pilsumer Leuchtturm, auf.

Leben in Ostfriesland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte Mann zieht Otto auf, wobei er zum Teil sehr fragwürdige Erziehungsmethoden anwendet. Zudem erzählt er seinem „Enkel“, dass er ein berühmter Seemann war und früher den großen Liniendampfer Queen Henry gesteuert habe.

Der erwachsene Otto führt ein ruhiges Leben. Er verdingt sich als Milchbote und Wattführer in Greetsiel und komponiert touristenfeindliche Musikstücke. Eines Tages stirbt der „Großvater“ und beichtet auf dem Sterbebett, dass er nie ein richtiger Kapitän war. Otto macht sich nach der Beerdigung mit dem Zug auf den Weg nach „Hamburch“.

Überfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dort nimmt er an einer Matrosenprüfung teil, um an Bord der Queen Henry zu gelangen, welche im Hamburger Hafen zur Fahrt nach New York City an den Kais liegt. Er wird jedoch als ungeeignet eingestuft und muss eine andere Lösung finden: Er verkleidet sich als Frau und gibt sich erfolgreich als neues Mitglied der Popband Old Speis Görls aus.

Zur selben Zeit wird das Schiff, welches dem japanischen Eigner Manimaka San (eine Anspielung aufs englische „money maker“, dt.: „Geldverdiener“) gehört, bei einer deutschen Versicherung unter dem Vorwand einer wertvollen Fracht zu 300 Prozent überversichert. Die Japaner planen, das Schiff mit Hilfe einer Bombe zu versenken, um die Versicherungssumme zu kassieren. Dazu schicken sie einen Attentäter an Bord. Der Versicherungsschef ist jedoch misstrauisch und beauftragt die Agentin Sonja, an Bord zu gehen, um einen möglichen Anschlag zu verhindern.

Fahnder von Interpol suchen den Attentäter und halten Otto für diesen Mann. Zwei verdeckte Ermittler treten die Reise an.

Auf der Flucht vor ihnen gibt sich Otto während der Fahrt unter anderem als Koch und als Pfarrer aus. Dabei rettet er den Pinguin Max vor dem Tod im Suppentopf und kommt der attraktiven Sonja während der gesamten Reise zunehmend näher.

Schließlich wird der blinde Passagier Otto doch noch gefasst und im Laderaum neben einem Sarg gefesselt, für den eine Seebestattung vorgesehen ist. Des Nachts schleicht sich der Attentäter hinunter und macht die im Sarg versteckte Bombe scharf. Otto gelingt es jedoch, seine Befreiung zu erwirken, und er katapultiert die Bombe über Bord, wo sie direkt neben dem auf einem Schlauchboot flüchtenden Attentäter landet und explodiert.

Die gesamte Mannschaft, anscheinend von Manimaka San informiert, hat sich jedoch in Erwartung des Untergangs der Queen Henry in einem Rettungsboot abgesetzt, so dass das Schiff führerlos ist. Otto übernimmt daher die leere Kommandobrücke und erreicht durch puren Zufall das Ziel der Reise, New York. Er will den Traum seines „Großvaters“ wahr machen und das Schiff in den Hafen von New York steuern. Unmittelbar vor der Ankunft merkt er jedoch, dass sie zu schnell unterwegs sind, zudem lässt sich das Steuerrad nicht mehr bewegen. Die Queen Henry schiebt sich wenig später auf Liberty Island, wo schon eine Massenpanik ausgebrochen ist, und rammt die Freiheitsstatue. Diese bricht daraufhin in sich zusammen.

Im Abspann gehen Otto und Sonja, die ihn mittlerweile über ihre Tätigkeiten aufgeklärt und ihrem Arbeitgeber gekündigt hat, in eine gemeinsame Zukunft.

Kritik

„Die Lebensgeschichte, die mit einer Parodie auf die Geburt Jesu beginnt, ist weitgehend als Zitatensammlung aus Filmen und Filmgenres angelegt, die sich in dürftigen Späßen erschöpft, die von einem bombastischen Dekor und einer opulenten Kamera noch zusätzlich verkleinert werden. Ohne präzises Zeitgefühl für die Wirksamkeit der wenigen originären Gags versandet der Film in völliger Belang- und Humorlosigkeit.“

– Lexikon des internationalen Films[2]