FilmspiegelFilmspiegel

Hamlet ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Michael Almereyda aus dem Jahr 2000. Das Drehbuch von Michael Almereyda beruht auf dem Theaterstück Hamlet von William Shakespeare.

Inhalt

Handlung

Die Handlung ist identisch mit Shakespeares Tragödie, der Text folgt wörtlich der klassischen Vorlage. Jedoch ist die Handlung ins New York City der Gegenwart verlegt.

Claudius, der Onkel des Filmstudenten Hamlet, erbt das Unternehmen Denmark Corporation, nachdem er Hamlets Vater tötet. Der neue Chef heiratet die Witwe seines Bruders Gertrude und saniert das Unternehmen.

Der Geist des Ermordeten erscheint Hamlet und fordert ihn auf, seinen Tod zu rächen. Claudius erkennt die Gefahr und organisiert Intrigen gegen seinen Neffen, in die er unter anderem dessen Freundin Ophelia verwickelt.

Shakespeares „altertümliche“ Sprache (weitgehend in Versform) wirkt in dem modernen Ambiente wie ein Verfremdungseffekt.

Kritik

Mick LaSalle bezeichnete den Film in der San Francisco Chronicle vom 19. Mai 2000 als ein nobles, aber gescheitertes Experiment. Die Darstellung von Ethan Hawke sei nicht nur „desaströs“, sie sei ein „Desaster der schlimmsten Art“ („the worst kind of disaster“).[1]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film ahme Baz Luhrmanns William Shakespeares Romeo + Julia von 1996 nach. Er verwende Popmusik und ähnele stilistisch einem Videoclip. Der Film sei „kurzweilig“, dennoch „eher auf effektvolle Augenblickswirkung hin kalkuliert“.[2]