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Man muss kein besonderer Fan von Sandra Bullock sein, um zu erkennen, dass eine Story, die darauf aufbaut, dass sich Sandra Bullock von einer unattraktiven grauen Maus zu einer Sexbombe wandelt, misslingen muss. Auch wenn das minimale Intelligenz-Level für Komödien gerade noch erreicht wird: Aus Sandra Bullock kann man einfach kein hässliches Entlein machen. Als angeblich unattraktive FBI-Agentin sieht sie sogar fast noch besser aus denn als Miss Jersey. Das fiel wohl auch Regisseur Donald Petri auf, der durch Filme wie "Mein Onkel vom Mars" und "Richie Rich" schon Erfahrung mit mittelmässiger Unterhaltung sammeln konnte. Und so versucht er bzw. sein Drehbuchschreiber Marc Lawrence ("Forces of Nature"), den Zuschauer mit Brachial-Gewalt davon zu überzeugen, dass Gracie Hart unattraktiv ist. Deswegen muss Sandra Bullock grunzen statt zu lachen, abgedroschene Witze erzählen und über jede kleinste Bodenunebenheit stolpern - unglaublich witzig.

Dabei hätten die Schauspieler durchaus mehr hergegeben: Von Michael Caine hat man schon weit besseres gesehen, obwohl er seine Rolle als abgehobener Model-Modellierer auch hier sehr pointiert spielt. Mit Sandra Bullock hätte man zumindest einen Kassenmagneten, und mit William Shatner eine jener wunderbaren Reaktivierungen, in denen alte Helden sich selbst auf die Schippe nehmen, in dem sie abgehalfterte Charaktere spielen. Aber neben der dämlichen Ausgangskonstruktion kann die Story auch im restlichen Teil nicht überzeugen. Wer mir nach dem Film schlüssig erklären kann, wieso der Terrorist denn nun tut, was er tut (was hier aber nicht verraten werden soll), gewinnt ein Filmspiegel-T-Shirt. Und so schleppt sich "Miss Undercover" mühsam von einer lahmen Pointe zur nächsten, und das durch zähe 109 Minuten. Ein paar gelungene Gags sind dabei, aber die lassen sich ungelogen wirklich an einer Hand abzählen.
Somit eignet sich "Miss Undercover" nur für hartgesottene Sandra-Bullock-Fans oder William-Shatner-Verehrer- alle anderen sollten besser hochwertigen Alternativen wie etwa Eine Nacht bei McCools den Vorrang geben.

Selten langweilige, dämliche Komödie, die nur durch die Darsteller halbwegs erträglich bleibt.


 

 

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