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The Million Dollar Hotel ist ein Film von Wim Wenders aus dem Jahr 2000.

Inhalt

Handlung

Der Sohn eines vermögenden Medien-Moguls, Israel Goldkiss (kurz: Izzy), wird vor dem heruntergekommenen „Million Dollar Hotel“ in Los Angeles tot aufgefunden. Offensichtlich ist er vom Dach des Hotels gestürzt. FBI-Agent Skinner geht von Mord aus. Sehr schnell stellt sich heraus, dass dieses Hotel ein Wohnort für gesellschaftliche Außenseiter ist. Skinner wird vom Vater des Toten instruiert, möglichst diskret zu ermitteln – einen Suizid schließt der Vater aus.

Der Film wird aus der Perspektive des introvertierten, leicht autistischen Skaters Tom-Tom erzählt, der mit Izzy befreundet war und mehr über den Tathergang zu wissen scheint. Allerdings versteckt er sich geschickt hinter seinen psychischen Macken. Skinners unkonventionelle Methoden rufen den TV-Sender „Channel 6“ auf den Plan. Wegen eines Missverständnisses werden die „Teerbilder“ (mit schwarzem Teer bemalte Leinwand) eines anderen Bewohners, Geronimo, für Werke des Toten gehalten, die Geronimo nun erbt. Die übrigen Bewohner erkennen darin ihre Chance, die Gemälde teuer zu verkaufen und so ihre finanzielle Situation zu bessern. Sie finden einen Kunsthändler, der ein lukratives Geschäft wittert.

Tom-Tom ist in die Gelegenheitsprostituierte Eloise verliebt, die ihm anfangs jedoch die kalte Schulter zeigt. Skinner vermittelt Tom-Tom eine Nacht mit Eloise im Gegenzug für Informationen und belauscht das Gespräch der beiden, das ihm jedoch keine entscheidenden Informationen bringt. Eloise aber lernt zu ihrer Überraschung die liebenswerte Seite des eigenartigen Tom-Tom kennen.

Auf einen erzwungenen Hinweis von Tom-Tom lässt Skinner Geronimo als Tatverdächtigen verhaften. Die anderen Bewohner sind empört und sehen ihr Kunstgeschäft in Gefahr. Sie überreden den einfältigen Tom-Tom, ein Videogeständnis an „Channel 6“ zu senden, um Geronimo zu entlasten, worauf sich dieser auch einlässt, weil er die Aufmerksamkeit genießt. Er legt ab dann Wert darauf, nur noch „Tom“ genannt zu werden. Bei der Gala zur Übergabe der Gemälde stellt sich dann allerdings heraus, dass unter den Teerbildern gestohlene wertvolle Gemälde stecken, die vom Künstler mit Teer übermalt wurden.

In einer weiteren Nacht mit Eloise, in der sie gemeinsam von einem normalen Leben träumen, erzählt Tom, dass er tatsächlich an Izzys Tod schuldig ist. In einer Rückblende wird Izzys Tod gezeigt: Dieser hatte ein Verhältnis mit Eloise, aber nur zu dem Zweck, sie zu demütigen, weil ihn Toms Schwärmerei für die in Izzys Augen wertlose Eloise ärgerte. Dann wollte Izzy sich selbst vom Dach stürzen. Tom hielt ihn zunächst fest, ließ aber unter dem Schmerz darüber, was Izzy Eloise angetan hatte, los.

Nach dieser Rückblende nimmt Tom selbst Anlauf – was auch ganz am Anfang des Films schon zu sehen ist – und springt vor Eloise’ Augen ebenfalls in die Tiefe, damit sein Traum eines Lebens mit ihr nicht von der Realität begraben wird. Während er fällt, schließt er mit seinem Leben ab: Sein Ziel war es nur gewesen, Eloise nach Izzys Demütigungen ihr wahres Selbst wiederzugeben.

Kritik

Janet Branagan schrieb auf www.apolloguide.com, der Film erfülle nicht, was ‘große Namen’ wie Mel Gibson, Milla Jovovich und Bono versprechen.

„Ein nach furiosem Anfang von großer suggestiver Bildkraft zunehmend enttäuschenderer Versuch, deutsches Autorenkino mit amerikanischen Leinwand-Mythen zu verschmelzen. Statt sich auf eine kammerspielartige Dramaturgie einzulassen, verliert sich der Film immer mehr in nebulöser Universalität.“

– Lexikon des internationalen Films[2]

Cristina Moles Kaupp dagegen zeigt sich im „Spiegel“ begeistert:

„Ihre [Tom und Eloise] kindlich versponnene Annäherung, das langsam keimende Verstehen ist Wenders zweiter bravouröser, gelungener Coup. Eigentümlich fesselnd, in bedrückend schönen Bildern, umperlt vom melancholischen Sound eines Bonos, Enos und Lanois. Zwischen Krimi, Liebesgeschichte und Freakshow hat Wenders seine Suche nach Tatsachen und den wahren Empfindungen verpackt.“

– Der Spiegel[3]