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Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat (Originaltitel: Austin Powers: International Man of Mystery) aus dem Jahr 1997 ist eine Parodie auf James Bond. Das Drehbuch schrieb der kanadische Komiker Mike Myers, der auch zwei Hauptrollen übernahm. Regie führte Jay Roach. Der Film startete am 20. November 1997 in den deutschen Kinos.

Inhalt

Handlung

London mitten in den „Swinging Sixties“. Geheimagent Austin Danger Powers hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt vor seinem Widersacher Dr. Evil zu beschützen. Da Dr. Evil sich von Austin Powers bedrängt fühlt, flüchtet er mit einer Rakete in die Erdumlaufbahn. Austin Powers lässt sich einfrieren und wartet nun in diesem Zustand auf seinen Erzfeind. Dreißig Jahre später ist es soweit: Dr. Evil kehrt auf die Erde zurück, und Austin Powers wird vom Geheimdienst reanimiert.

Allerdings hat Austin Powers nun nicht nur mit Dr. Evil zu kämpfen, sondern auch mit der veränderten Gesellschaft in den 1990er Jahren. Er muss erfahren, dass freie Liebe, Hippie-Zeitgeist, extrovertierter Kleidungsstil und sexistische Sprüche mittlerweile nicht mehr gefragt sind. Er macht Vanessa Kensington, der mit ihm zusammenarbeitenden Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums und Tochter seiner einstigen Sekretärin Mrs. Kensington, teils heftige Avancen. Nachdem sie Austin zunächst unsympathisch findet, werden sie später bei einem gemeinsamen Auftrag in Las Vegas ein Paar. Auch Dr. Evil fällt die Rückkehr auf die Erde schwer, da seine Organisation in der Zwischenzeit durch seinen Stellvertreter Nummer Zwei zu einem im Kapitalismus florierenden Unternehmen ausgebaut wurde. Zudem muss er sich mit seinem rebellischen Teenager-Sohn Scott, der während seiner Abwesenheit von den Mitarbeitern gezüchtet wurde, herumschlagen.

Dr. Evil und seine Handlanger entführen einen Atomsprengkopf und wollen diesen in den Erdkern abfeuern, was zu Vulkanausbrüchen auf der ganzen Welt führen würde. Powers durchsucht das Hotelzimmer von Alotta Fagina, der Sekretärin von Nummer Zwei, und gelangt hinter den Plan. Mithilfe von Vanessa und weiteren britischen Streitkräften gelingt es Austin, Dr. Evils unterirdische Geheimzentrale zu erstürmen und den Plan zu verhindern. Dr. Evil entkommt abermals mit seiner Rakete in die Erdumlaufbahn, während Vanessa und Austin heiraten.

Kritik

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 73 %, basierend auf 67 Kritiken.[4] Bei Metacritic konnte ein Metascore von 51, basierend auf 25 Kritiken, erzielt werden.[5]

„Launige Parodie auf die Flower-Power-Generation und den ihr heute entgegengesetzten Zeitgeist, die vom Kalauer über makabre Scherze bis zu satirischen Spitzen fast jeden Humor bedient. Dank der überbordenden Flut von Zitaten und ausgelassen aufspielender Schauspieler ein weitgehend unbeschwertes Vergnügen.“

– Lexikon des internationalen Films[6]

„Selten wurde deutlicher als bei diesem Film, wie sehr eine Komödie vom präzisen Timing abhängt. Das Drehbuch strotzt von schrägen Einfällen, doch die nachlässige Inszenierung von Regisseur Jay Roach läßt mindestens die Hälfte aller Gags wirkungslos implodieren. Und auch die meisten Zoten, die im prüden Amerika für Gegacker sorgen dürften, finden hierzulande nur ein müdes Echo im gähnenden Schlund des Zuschauers. Immerhin: Zwischen all den Rohrkrepierern gibt¹s (sic) ein paar Zwerchfell-Attacken, die schlichtweg anbetungswürdig sind. Wenn Austin zum Beispiel in Dr. Evils Weltuntergangslabor Gaststar Christian Slater hypnotisiert, ist das echt … äh … groovy!“

– Cinema[7]