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Shrek – Der tollkühne Held ist ein computeranimierter Kinofilm von DreamWorks aus dem Jahr 2001. Darin wird die Geschichte eines gleichnamigen Ogers erzählt, der in einer Märchenwelt lebt und versehentlich in ein Abenteuer um die Rettung einer Prinzessin gerät. Die Geschichte basiert auf dem Kinderbuch Shrek! von William Steig. Das Wort Shrek ist dem Jiddischen entliehen und entspricht dem deutschen Wort „Schrecken“.

Inhalt

Handlung

Der Film beginnt mit dem Eintauchen der Kamera in ein Märchenbuch, das die Geschichte einer Prinzessin erzählt, auf der ein schrecklicher, nicht genau genannter Fluch liegt. Sie ist in einem Turm gefangen und wird von einem feuerspeienden Drachen bewacht – so lange bis ein tapferer Ritter sie befreit und sie durch den Kuss der wahren Liebe vom Fluch befreit.

Der Held der Geschichte, Shrek, ist ein Oger. Daher wird er von seinen Zeitgenossen als groß, dumm, hässlich und vor allem gefährlich empfunden. Er lebt in einem Sumpf und liebt es, allein zu sein.

Als Lord Farquaad, der Herrscher des Landes „DuLoc“, alle Fabelwesen vertreibt und sie in den Sumpf von Shrek umsiedelt, schließt dieser mit dem Lord einen Handel ab: Er darf seinen Sumpf wieder für sich alleine haben, wenn es ihm gelingt, die schöne Prinzessin Fiona aus ihrem von einem Drachen bewachten Turm zu befreien. Farquaad verspricht sich dadurch insgeheim eine Heirat mit der Prinzessin, die ihn zum König machen würde.

Bei dieser Mission wird Shrek von einem sprechenden Esel begleitet. Zusammen erleben die beiden so unterschiedlichen Lebewesen verschiedene Abenteuer. Es gelingt ihnen, Fiona aus dem Turm zu befreien und vor dem Drachen zu retten. Fiona selbst ist empört, dass Lord Farquaad Shrek als Handlanger gesandt hat, anstatt sie selbst heldenhaft zu retten. Auf dem Rückweg nach DuLoc muss Shrek sie anfangs tragen, da sie sich weigert, mitzukommen. Dass sich auf dem Weg sowohl Shrek und Fiona als auch Esel und die Drachendame ineinander verlieben, macht die Reise nicht einfacher. Shrek weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, dass auf Fiona ein Fluch liegt, der sie nach Einbruch der Nacht selbst zum Oger werden lässt.

In der Nacht, bevor Fiona Lord Farquaad treffen soll, entdeckt Esel, dass Fiona sich nach Sonnenuntergang in einen Oger verwandelt. Esel versucht, Fiona zu überzeugen, bei Shrek zu bleiben. Shrek hört durch die Tür von der Unterhaltung nur, dass Fiona sagt, niemand könnte ein Monster lieben. Shrek denkt, dass Fiona von ihm spricht, da er nicht wissen kann, dass Fiona sich selbst als Monster bezeichnet. Wütend bringt er Farquaad kurz nach Sonnenaufgang zu Fiona, die wieder Menschengestalt angenommen hat. Shrek verabschiedet sich von Fiona mit den Worten, dass sie recht habe und sich niemand in ein Monster verlieben könnte. Fiona wiederum denkt, er spräche von ihr, obwohl er von sich selbst spricht.

Unglücklich beschließt Fiona, Farquaad zu heiraten. Nachdem Esel Shrek das Missverständnis erklärt hatte, verhindern die beiden mit Hilfe des Drachen die Hochzeit. Farquaad, der Shrek hinrichten und Fiona zurück in den Turm sperren will, wird von dem Drachen verschlungen. Durch den darauf folgenden Kuss der wahren Liebe zwischen Fiona und Shrek wird der Fluch, der auf Fiona liegt, aufgehoben. Sie nimmt endgültig die Gestalt einer Ogerfrau an und heiratet Shrek.

Kritik

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend gute Kritiken. Nach Angaben der Webseite Rotten Tomatoes erhielt der Film von 89 % der Filmkritiker ein positives Urteil, basierend auf 176 Filmkritiken.

James Berardinelli bezeichnete den Film auf ReelViews als „wundervoll“ und „schrullig“. Der Film könne genauso die Kinder, wie auch deren Eltern „packen“. Berardinelli lobte stark die Animationstechnik.[8]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 18. Mai 2001, der Film sei eine „erstaunliche visuelle Freude“, die Animation sei zugleich realitätsnah und fantastisch. Der Film lebe jedoch von seiner unterhaltsamen Geschichte und dem liebenswürdigen Charakter des Ogers Shrek.[9]

Mick LaSalle schrieb in der San Francisco Chronicle vom 18. Mai 2001, der Film sei „visuell elegant“. Er sei „ehrlicher“ und „warmherziger“ als die meisten Zeichentrickfilme. Shrek lebe zwar in einer Fantasiewelt, doch sein Verhalten und seine Geisteshaltung seien in der realen Welt verankert. Man könne den Film deswegen als den ersten wirklich modernen animierten Film bezeichnen.[10]

„Computeranimierte Verfilmung eines amerikanischen Kinderbuches, die viele bekannte Märchen versammelt und dabei vor allem jene Art von Niedlichkeit aufs Korn nimmt, die in Disney-Filmen dominiert. Dabei entsteht viel ironischer Humor, der mit einer spannenden Erzählung einher geht. Technisch hervorragend, in ansprechende Bilder gefasst.“

– Lexikon des internationalen Films[11] Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge des großen Erfolgs von Shrek wurden ironisch-satirische Märchen-Parodien in Filmen beliebt. Weitere Animationsfilme mit ähnlichem Humor sind etwa Es war k'einmal im Märchenland und Die Rotkäppchen-Verschwörung. Auch Spielfilme und TV-Serien wie etwa 7 Zwerge und Die Märchenstunde nahmen sich der ironischen Persiflage klassischer Märchen an.