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28 Tage (28 Days) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Betty Thomas aus dem Jahr 2000. Die Hauptrolle spielte Sandra Bullock.

Inhalt

Handlung

Die New Yorker Journalistin Gwen Cummings ist ein beliebtes Partygirl. Für sie und ihren Freund Jasper ist das Leben ein einziges Fest mit endlosen Alkohol- und Kokainorgien.

Zur Hochzeit ihrer Schwester kommt Gwen wegen einer durchzechten Nacht zu spät. Dort betrinkt sie sich, benimmt sich total daneben und fährt im Vollrausch mit der Hochzeitslimousine davon, um einen Kuchen zu besorgen.

Gwen rammt ein Wohnhaus mit Gartenzaun und wird verhaftet. Die Konsequenz ist eine Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe, welche in eine 28-tägige Zwangsentziehungskur unter dem Namen „Serenity Glen“ umgewandelt wird. Hier wird sie mit einer Reihe von Regeln konfrontiert, darunter gemeinsames Singen der Patienten und ein absolutes Handy-Verbot. Nach anfänglichen Problemen freundet sie sich mit einigen anderen Patienten an. Gwens Mitbewohnerin Andrea, ein heroinabhängiges 17-jähriges Mädchen, gelangt am Tag vor ihrer Entlassung an Drogen und stirbt an einer Überdosis.

Gwen wird anfangs von ihrem Freund Jasper regelmäßig besucht und heimlich mit Alkohol und Tabletten versorgt, nach einiger Zeit lehnt sie jedoch weitere derartige Lieferungen ab. Sie verliebt sich in den sensiblen sex- und drogensüchtigen Baseballstar Eddie. Obwohl Gwen mehrmals gegen verschiedene Regeln verstößt (kein Alkohol, keine anderen Drogen, keine Medikamente) und deshalb beinahe hinausgeworfen wird, kann sie den Entzug erfolgreich abschließen. Beim Abschied gibt Eddie ihr noch den Rat, sich von Jasper zu trennen, da er nicht gut für sie sei.

Gwen hat sich inzwischen mit ihrer Schwester ausgesprochen und versöhnt. Sie gewinnt andere Ansichten über das Leben als vor der Therapie und macht mit Jasper Schluss, nachdem dieser sie wiederum zu Partys und Trinkgelagen überreden wollte.

Kritik

„Ein ganz auf Sandra Bullock zugeschnittener, inszenatorisch uninspirierter Star-Film, der nie die Balance zwischen Komödie und Problemfilm findet.“

– Lexikon des internationalen Films[2]

James Berardinelli kritisierte auf ReelViews, der Film würde ein beschönigtes Bild des Alkoholismus aus der „Hollywood-Sicht“ bieten. Er schrieb, Sandra Bullock würde für den Charakter einer alkoholkranken Frau zu gut aussehen, ihre Darstellung wäre „flach“ („flat“) und „uncharismatisch“ („uncharismatic“).[3]

Roger Ebert kritisierte in der Chicago Sun-Times vom 14. April 2000, Sandra Bullock würde im Film eine „oberflächliche Verletzbarkeit“ zeigen.[4]