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Braveheart ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahr 1995 mit Mel Gibson in der Hauptrolle als William Wallace. Gibson ist Produzent und Regisseur zugleich. In weiteren Rollen sind Sophie Marceau, Patrick McGoohan, Brendan Gleeson und Angus Macfadyen zu sehen. Der Film erhielt fünf Oscars, unter anderem in den Kategorien Bester Film und Beste Regie.

Inhalt

Handlung

Ende des 13. Jahrhunderts beansprucht König Eduard I. von England, genannt „Edward the Longshanks“, den Thron Schottlands, und lockt mehrere schottische Unterhändler in einen Hinterhalt, wo er alle Gesandten trotz Parlamentärsflagge töten lässt. In den darauf folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen werden Williams Vater und Bruder getötet. Der achtjährige William, nun verwaist, wird von seinem Onkel Argyle aufgenommen, der in Irland lebt, und erhält von ihm eine angemessene Bildung.

Als erwachsener Mann kehrt Wallace viele Jahre später in sein Dorf zurück, um das Anwesen seiner Eltern wieder aufzubauen. Zu kämpfen ist er nicht bereit, nachdem er durch Kampf seine Familie verloren hat, er will nur in Ruhe das Land bestellen. Als er seine Kindheitsliebe Murron wiedersieht, verlieben sie sich und heiraten heimlich, da der englische Sheriff nach Dekret Eduards das Ius primae noctis beanspruchen kann. Als wenig später ein englischer Soldat Murron vergewaltigen will und Wallace ihr zu Hilfe eilt, kommt es zum Kampf. Wallace entkommt, doch Murron wird gefasst und vom Sheriff öffentlich hingerichtet, um Wallace zu ködern. Dieser stürmt mit seinen Clansfreunden die Garnison und tötet den Sheriff mit eigener Hand. Daraufhin führt er seinen Clan und eine wachsende Schar Freiwilliger auf einen Rachefeldzug gegen die englischen Garnisonen in der Umgebung.

Aufgrund dieser Verwüstungen ist ein Krieg gegen England nicht mehr zu vermeiden, und Wallace schart die einfachen Schotten und einige benachbarte Clans um sich, während die schottischen Edelleute sich zurückhalten, teils aus Angst, teils aus Profitgier. Für William allerdings, der nichts besitzt, ist es nun ein idealistischer Kampf um Schottlands Freiheit und Eigenständigkeit. Eduard, zu dieser Zeit in Frankreich, überträgt die Verantwortung für die Niederschlagung des Aufstandes seinem schwächlichen, homosexuellen Sohn, der sich aber nicht weiter um die Angelegenheit kümmert.

Wallace führt die schottische Armee bei der Schlacht von Stirling Bridge an und erringt zusammen mit den Edelleuten, die sich nun doch kampfbereit zeigen, den Sieg. Anschließend wird er in Edinburgh zum Guardian of Scotland ernannt und zum Ritter geschlagen, doch bald geht es den Edelleuten wieder nur um ihren eigenen Vorteil. Erzürnt über ihre Zerstrittenheit kündigt Wallace einen Präventivschlag gegen England an und nimmt York ein. Den Kopf des Stadtkommandanten, des Neffen Longshanks, schickt er nach London. Eduard, wieder in London angekommen, ist über die Einnahme Yorks und die Tatenlosigkeit seines Sohnes so erzürnt, dass er dessen Freund und Berater aus dem Fenster in den Tod wirft. Ein Anschlag von Prinz Eduard auf seinen Vater misslingt. Schließlich befiehlt der König seiner unglücklichen Schwiegertochter Isabelle, mit Wallace zu verhandeln. Diese hat sich schon längst aus den kursierenden Erzählungen in Wallace verliebt. Währenddessen greift Eduard zu einer List: Während das Treffen mit Isabelle Wallace ablenkt, schickt der König heimlich Truppen über den Seeweg aus Frankreich nach Schottland, um Wallace den Nachschub abzuschneiden und ihm in den Rücken zu fallen. Prinzessin Isabelle kann Wallace gerade noch rechtzeitig warnen lassen, als sie davon erfährt.

Robert the Bruce, der legitime schottische Thronerbe, gibt William, den er bewundert, sein Wort, mit ihm gegen England zu kämpfen, steht dabei jedoch im Konflikt mit seinem leprakranken, dominanten Vater, der Robert durch Paktieren einen Thron von Englands Gnaden sichern will. Deshalb wird William von Robert sowie einigen Edelleuten, die von Eduard bestochen wurden, in der Schlacht von Falkirk verraten. Gleich darauf bekommt Robert Gewissensbisse und verhilft dem bereits verwundeten Wallace zur Flucht. Trotz der schweren Niederlage führt Wallace den Kampf weiter, rächt sich an den verräterischen Edelleuten und schart neue Truppen um sich. Als Isabelle erneut Wallace vor einem Hinterhalt warnt, kommen sie ins Gespräch. Sie gesteht ihm ihre Liebe, und sie verbringen die Nacht miteinander.

Gegen eine hohe Bestechungssumme liefern die schottischen Edelleute William Wallace schließlich an Eduard aus, indem sie ihn mit einer List in eine Falle locken, ohne dass der überrumpelte Robert the Bruce es verhindern kann. Wallace wird von mehreren englischen Soldaten gefangen genommen und nach London in den Kerker gebracht. Obwohl Isabelle sich bei dem inzwischen schwerkranken Eduard für ihn einsetzt und ihm eröffnet, dass sie ein Kind von Wallace erwartet, das einmal über England herrschen wird, wird Wallace des Hochverrats angeklagt und für schuldig befunden. Seine Hinrichtung soll durch Vierteilung erfolgen. Auf der Folterbank verweigert er bis zuletzt die Bitte um Gnade, die seine Folter abgekürzt und für einen schnellen Tod gesorgt hätte. Nachdem er statt der geforderten Unterwerfung laut das Wort „Freiheit“ ruft, wird er enthauptet. Im selben Moment macht auch König Eduard seinen letzten Atemzug, mit Williams trotzigem Schrei in den Ohren.

Am Ende des Films soll Robert the Bruce die schottische Königskrone von Englands Gnaden erhalten, was ihn zu einem englischen Vasallen gemacht hätte. Kurz vor der Annahme der Krone durch die Engländer ändert er jedoch seine Pläne und führt die verbliebenen Anhänger von Wallace in die Schlacht von Bannockburn. Der Film stellt den Ausgang der Schlacht nicht dar, erwähnt jedoch im Schlusswort, dass die Schotten sich in dieser Schlacht endgültig ihre Freiheit erkämpften.

Kritik

Quelle Bewertung Rotten Tomatoes Kritiker [5] Publikum [5] Metacritic Kritiker [6] Publikum [6] IMDb [7]

„Ein zwischen 1275 und 1305 spielendes Epos, in dem viel von Freiheit geredet wird, das aber nicht mehr als eine aufwendige Rache-Story ist. In der Hauptrolle fehlbesetzt, flüchtet sich der Film in voyeuristische Grausamkeiten und üble Klischees.“

– Lexikon des internationalen Films[8]

„Mel Gibsons ‚Braveheart‘ ist ein hervorragendes, ungemein packendes und eindringliches Schlachtenepos, welches die rauen und dunklen Tage des Mittelalters wiederbelebt und eine Lanze für das unbändige Verlangen nach Selbstbestimmung und Freiheit bricht.“

– filmstarts.de[9]

„Ergreifend-opulente Heldenverfilmung.“

– Cinema[10]

„Er [Mel Gibson] hat viel Herzblut in diesen Film gesteckt, beweist aber auch Sinn für Humor und für mystisches Flair. Sadistische Leinwandexzesse werden dadurch ausbalanciert.“

– Angela Errigo: 1001 Filme: die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist[11]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.[12]