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Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs ist ein US-amerikanischer Film von Robert Altman aus dem Jahr 1999.

Inhalt

Handlung

Der Film erzählt von einem ereignisreichen Osterwochenende in der Kleinstadt Holly Springs, Mississippi. Camille Dixon, eine ältere Junggesellin, ist eine Regisseurin im von ihr adaptierten Stück Salome, das in der Presbyterianischen Gemeinde aufgeführt werden soll. Ihre jüngere, von ihr dominierte Schwester Cora spielt in diesem Stück die Hauptrolle und gilt als Mutter von Emma, die gerade erst wieder nach Holly Springs zurückgekehrt ist. Bei den Vorbereitungen zur Aufführung entdeckt Camille, dass sich ihre Tante „Cookie“ Orcutt das Leben genommen hat. Um die Familienehre nicht in der Öffentlichkeit durch diesen schockierenden Selbstmord in Verruf zu bringen, isst sie den Abschiedsbrief auf und lässt alles nach einem Einbruch aussehen. Das bringt die Polizei zu Willis Richland, Cookies bestem Freund, der sie nach einem Kneipenbesuch in der Nacht zuvor besucht hat. Die ganze Stadt weiß, dass Willis nicht der Täter ist, doch ein außerstädtischer Ermittler ist sich da nicht so sicher. Willis wird daher festgenommen und kommt in Untersuchungshaft.

Allerdings gerät am Ostersonntag, dem Tag der Theaterpremiere, Camille in Verdacht, da sie beim Beseitigen der Tatwaffe vom Nachbarsjungen beobachtet wurde. Da Camille ihre Schwester Cora darauf eingeschworen hat, den Selbstmord nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, ist Cora nun nicht mehr bereit, den auf ihrer Schwester lastenden Mordverdacht zu zerstreuen. Dadurch rächt sie sich insgeheim an ihrer Schwester, deren Tochter Emma sie „adoptieren“ musste, um einen Seitensprung ihres Mannes mit Camille zu vertuschen. Als Camille zudem erfährt, dass Willis, ein Schwarzer, der nächste Verwandte von Cookies verstorbenen Mann Buck ist und daher mit dem Erbe bedacht wurde, bricht für sie eine Welt zusammen.

Kritik

„Robert Altmans amüsante Gesellschaftssatire gibt auf liebevolle und zugleich sehr präzise Weise Atmosphäre und Lebensweise des amerikanischen Südens wieder. Zum Gelingen tragen zudem das Drehbuch, das plastische Charaktere und charmante Handlungsdetails aufweist, sowie das prominente Darsteller-Ensemble bei.“

– Lexikons des Internationalen Films[1]

„Altman präsentiert in Cookie’s Fortune eine sehr amüsante Geschichte mit liebevoll gezeichneten Figuren und nicht ohne einen satirischen Zug.“

– artechock.de[2]