Boot, Das

Deutschland, 149min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Wolfgang Petersen
B:Lothar G. Buchheim,Wolfgang Petersen
D:Jürgen Prochnow,
Herbert Grönemeyer,
Klaus Wennemann,
Martin Semmelrogge
L:IMDb
„Na Männer... alles klar?”
Inhalt
Eine Reise ans Ende des Verstandes. Unter ihnen die Tiefe des Ozeans - über ihnen das Feuer der Zerstörer. Die Geschichte einer deutschen U-Boot-Besatzung, die nach vielen gefährlichen Abenteuern am Ende doch noch von der feindlichen Übermacht zur Hölle geschickt wird. Die Besatzung von U 96 feiert die letzte Nacht an Land, dann geht es auf Feindfahrt: 50 Mann, zusammengepfercht in einem U-Boot. Drei lange Wochen passiert nichts, dann taucht ein englischer Geleitzug auf. Beim Angriff auf den Geleitzug werden die Jäger zu Gejagten. Auch durch die Flucht in bedrohliche Tiefen können sie der Verfolgung durch Wasserbomben nicht entkommen. Das Boot gerät an die Grenzen seiner Belastbarkeit, stundenlang kreisen Zerstörer über der Tauchstelle ... aber es entkommt zunächst der Hölle und kann sich durch weitere Angriffe manovrieren. Doch schließlich wird es getroffen und sackt auf den Grund. Wie eine riesige Faust preßt der Wasserdruck die Stahlhaut zusammen. Ein verzweifelter Kampf ums nackte Überleben hat begonnen.
Kurzkommentar
"Das Boot", 1981 kritisiert, weil es zum ersten Mal deutsche Soldaten im zweiten Weltkrieg Sympathien zusprach, ist nicht nur Wolfgang Petersens sowie Herbert Grönemeyers bester Film, er definierte auch ein ganzes Genre. Aus einer sechsteiligen, 330 Minuten dauernden Fernsehserie schnitt Petersen einen beeindruckenden, klaustrophobischen U-Boot Thriller, der, trotzdem oder gerade weil er hauptsächlich die Ängste und Sehnsüchte der Charaktere thematisierte, in die Geschichte einging. Während Petersen vier Jahre später nach Hollywood wechselte und künstlerische Visionen durch große Budgets eintauschte, bleibt der 1997 veröffentlichte Director's Cut als endgültiger U-Boot Film in Erinnerung.
(Thomas Schlömer)