Herrschaft des Feuers
(Reign of Fire)

USA, 100min
R:Rob Bowman
B:Gregg Chabot, Kevin Peterka, Matt Greenberg
D:Christian Bale,
Matthew McConaughey,
Izabella Scorupco,
Gerald Butler,
Scott Moutter
L:IMDb
„Na toll, das einzige was schlimmer ist als die Drachen - Amerikaner.”
Inhalt
Bergarbeiten unter London wecken ein uraltes Wesen aus seinem Schlaf: einen Drachen. Wenige Jahrzehnte später stehen die Menschheit nach einem verzweifelten Krieg, in dem auch vor Atombomben nicht zurückgeschreckt wurde, kurz vor der Vernichtung. Unzählige der Ungetüme beherrschen die Erde, überziehen sie mit Flammen, um sich von der Asche zu ernähren. Die letzten Überlebenden, angeführt von Quinn (Christian Bale) sind praktisch am Ende, da bietet sich ihnen mit der Ankunft einer amerikanischen Militärtruppe unter der Leitung von Van Zan (Matthew McConaughey) und der Pilotin Alex Jensen (Izabella Scorupco) eine ungeahnte Möglichkeit, der Plage Herr zu werden.
Kurzkommentar
Warum hier alle Welt den Film schlecht macht, weil er (zugegebenermaßen große) Logiklöcher und Biologieverbrechen (Drachen ernähren sich von Asche) enthält, ist mir nicht ganz klar. Schon eher, warum das umworbene Publikum angesichts Trailer und Filmplakat, die eine apokalyptische Endschlacht zwischen Fabelwesen und Mensch suggerieren, enttäuscht sein wird. Die "Herrschaft des Feuers" ist im überraschend kleinen Rahmen gehalten, spielt lieber damit herum, heutige, politische Konstellationen in eine fiktionale Endzeit zu verlegen (der Amerikaner Van Zan: "I lead, you follow") und ist angenehm unpatethisch inszeniert: keine ausgewalzte Liebesgeschichte, kein episches Geschlachte. Stattdessen kleinere, aber sporadisch saucoole Einfälle (Fallschirmspringer gegen Drachen), ein hübscher, dunkelgrauer Look und gute, wenn auch klischeehafte Charaktere. Insgesamt außerdem eine überdeutliche Hommage an die Mutter aller modernen Monsterjagden: "Der weiße Hai".
(Thomas Schlömer)