American History X

USA, 119min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Tony Kaye
B:David McKenna
D:Edward Norton,
Edward Furlong,
Beverly D'Angelo,
Jennifer Lien,
Ethan Suplee
L:IMDb
„Hate is baggage. Life's too short to be pissed off all the time.”
Inhalt
Nur einen Tag Zeit erhält der 16jährige Skinhead Danny Vinyard (Edward Furlong), um eine Schulaufgabe über seinen Bruder Derek (Edward Norton) zu schreiben, der am selben Tag aus dem Gefängnis entlassen wird: Vor drei Jahren hatte der charismatische Derek mit der plakativen Hakenkreuz-Tätowierung auf der Brust in einer Explosion der Wut drei Schwarze getötet, die sein Auto stehlen wollten. Mit seinem Akt der Gewalt war er zur Ikone, zum Märtyrer der White-Power-Bewegung aufgestiegen und hatte seinen Bruder unfreiwillig weit in ihre Arme getrieben. Jetzt ist Derek wieder auf freiem Fuß. Was keiner weiß: Im Knast hat er Haß, Gewalt und Rassismus abgeschworen. Ein verzweifelter Kampf um die Seele seines Bruders Danny beginnt.
Kurzkommentar
Der Film, der nicht nur eine der höchsten Klagen gegen ein Studio überhaupt nach sich zog (Regisseur Kaye ging gegen New Line Cinema vor, weil Ed Norton den Film in seiner eigenen Fassung durchsetzte), sondern auch zu den besten Beiträgen zum Thema Rassismus aus den USA gelten kann. Edward Norton überzeugt in der hässlichen Rolle des Faschisten, während Namensbruder Furlong (bekannt aus "Terminator 2") sich hier eindrucksvoll im Kino zurückmeldet. Dank ebenso exquisiter Nebenrollen (Beverly D'Angelo gibt die gebrochene Mutter, Ethan Suplee abermals das fette Arschloch) und dem feinen Drehbuch David McKennas, kann Kaye ein ebenso realistisches wie hartes und letztlich konsequentes Gemälde von Gewalt, Fremdenhass und den Kampf gegen selbiges inszenieren.
(Thomas Schlömer)