Nix zu verlieren
(Nothing to lose)

USA, 94min
R:Steve Oedekerk
B:Steve Oedekerk
D:Martin Lawrence,
Tim Robbins,
John C. McGinley,
Giancarlo Esposito,
Kelly Preston
L:IMDb
„Du hast den falschen Mann am falschen Tag erwischt.”
Inhalt
Werbekaufmann Nick Beam (Tim Robbins) liebt seine Ehefrau über alles und ist auch fest davon überzeugt, daß sie seine Gefühle ebenso intensiv erwidert. Umso härter trifft es ihn sowohl emotional als auch seelisch, als er vermeintlich seine Frau mit seinem Chef in flagranti erwischt. Am Boden zerstört, ohne einzugreifen, fährt er desorientiert, wie in Trance einfach drauf los, um irgendwann in einem Ghettoviertel von L.A. zu landen, wo ihn der Gelegenheitsganove T. Paul (Martin Lawrence) überfallen möchte. Aber da hat Paul den falschen Mann am falschen Tag erwischt und Beam gibt Vollgas.
Kritik
Während 'Nix zu verlieren' als Roadmovie beginnt, wechselt er später in das Genre der klassischen Hollywoodunterhaltung : Actionkomödie. Dabei bezieht der Streifen seine Komik noch nicht mal so sehr aus geistreichen, ausgeklügelten Dialogen, sondern eher aus dem köstlichen und gut ausbalancierten Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren Nick Beam und T.Paul. Einfach amüsant, wie sie sich gegenseitig anstacheln, sich Vorwürfe machen und beleidigen. Hierbei wird selbstverständlich auch der ewige "Streitpunkt" Schwarzer gegen Weißer nicht vergessen, wobei dieser Dialoganteil nicht wie bei manch anderen Filmen aufs Letzte ausgequetscht wird, sonder eher dezent zum Einsatz kommt. Dazu noch die wunderbare Körpersprache, mit denen beide agieren und ihren Worten umso mehr Ausdruck verleihen. Extrem gut gelungen it Regisseur Steve Oedekerk der Einsatz von Musik (Country und Pop) : exzellente Abstimmung mit den Bildern und intelligente Songauswahl.
Alles ist jedoch auch bei dieser Komödie nicht perfekt : einige wenige Witze wirken deplaziert, es gibt hollywood-typische Nebencharaktere (T.Paul's Mutter, einige Ladenbesitzer und kaum beteiligte Passanten) und auch der Soloauftritt des Wachmanns (übrigens Regisseur Steve Oedekerk) ist nicht jedermanns Sache.
Alles in allem allerdings gehobener Filmspaß, der nicht nur für extreme Kurzweil sorgt, sondern auch eine nette Story bietet (die sich natürlich in einem Happy End offenbart).

Anspruchslose, aber gelunge Komödie für den Filmabend zwischendurch.


Thomas Schlömer