Mr. Nice Guy
(Yatgo ho yan)

China, 87min
R:Sammo Hung Kam-Bo
D:Jackie Chan,
Richard Norton,
Miki Lee,
Gabrielle Fitzpatrick
L:IMDb
„Jackiiiiieee”
Inhalt
Zwei rivalisierende Gängsterbanden werden während eines Drogendeals, der in einem Feuergefecht mit einigen Toten endet, von der Reporterin Diana ( Gabrielle Fitzgerald ) gefilmt. Sie wird entdeckt, flüchtet und rempelt den nichtsahnenden, gerade vom Einkauf kommenden Jackie ( Jackie Chan ) an, Star einer populären Fernsehkochshow. Doch ist er nicht nur Koch, er ist der chinesische, der kämpfende Koch. Er prügelt den Diana verfolgenden Gangstermob windelweich und kann mit ihr entkommen, bleibt aber ohne seine Kenntnis im Besitz des heißen Videobandes, da Diana unglücklicherweise eine Kassette seiner Kochshow aus dem Auto mitnimmt. Klar, daß Gangsterschwergewicht Giancarlo ( Richard Norton ) stinkig ist, das belastende Band zurückhaben möchte und Jackie mächtig auf den Zahn fühlt, der über den Verbleib des Bandes, das schließlich beim kleinen Sohn einer befreundeten Familie landet, keinen blassen Schimmer hat. Als ob dies nicht reichen würde, schaltet sich auch noch die andere auf dem Video gefilmte Gangsterbande ein und entführt Jackies Freundin Mikki ( Lee Ching Yee ), um den belastenden Beweis zu erpressen. Nun verliert auch der jovialste Koch die gute Laune und traktiert kräftig die feindliche Magengegend, wenn er mal gerade nicht genötigt ist, vor der physischen Übermacht der Gegner zu flüchten.
Kurzkommentar
Sicher, innovative Story, gute Dialoge, ausgefeilte Charaktere oder interessante Optik sind nicht Qualitäten, durch die sich Jackie-Chan-Filme auszeichnen. Nicht im geringsten, keinesfalls, wie Flemming schon bemerkt, besteht der Reiz allein in der physischen Leistung des Hauptdarstellers. Und da es wenig Sinn macht, das ewig auszuwalzen, möchte ich nur soviel anmerken: Als ich den Film sah, war ich genau in der richtigen Stimmung. Ich wollte einen Film, der lustig ist, keinesfalls das Gehirn anstrengt, einen Film, bei dem man guten Gewissens Popcorn essen kann, und über den man nicht diskutieren muss. Wenn ich zur Abwechslung mal jeden Anspruch hintenan stelle, dann kann ich nur sagen: Spassig!
Ärgerlich waren aber die Outtakes am Ende des Filmes. Sie nehmen einem die Illusion der Leichtigkeit, plötzlich merkt man, daß all die Szenen tausend mal geübt waren, und irgendwie ist dann der Reiz des ganzen dahin.
(Wolfgang Huang)