Prom Night

USA, 88min
R:Nelson McCormick
B:J.S. Cardone
D:Brittany Snow,
Scott Porter,
Jessica Stroup
L:IMDb
„Three years ago... a high school teacher got obsessed with a female student... He went psycho!... He's been in a maximum security prision until three days ago.”
Inhalt
Nachdem Donnas (Brittany Snow) Eltern und jüngerer Bruder von ihrem ehemaligen, psychopathischen Lehrer (Jonathon Schaech) brutal ermordet wurden, versuchen Freunde und Verwandte Donnas Leben wieder in "normale" Bahnen zu lenken. Der Abschlussball, die sogenannte "Prom Night" soll für sie die Krönung ihrer Highschoolzeit und die schönste Nacht ihres Lebens werden. Doch die grausame Vergangenheit holt sie wieder ein: Der Killer ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich nun an allen rächen, die sich ihm und seiner krankhaften Liebe zu Donna entgegenstellen - und zwar ausgerechnet in der Nacht des Abschlussballs. Für Donna und ihre Freunde beginnt ein Kampf um Leben und Tod, wobei der sadistische Killer ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Kurzkommentar
Mit dem austauschbaren Charme eines langweiligen TV-Thrillers im Spätprogramm kommt "Prom Night" daher. Der Mörder ist so geheimnisvoll wie Türen, die im Supermarkt selbst auf und zu gehen. Und die Opfer sind so originell ausgestaltet wie die Menschen, die diesen sich selbst öffnenden Türen minutenlang zusehen. Nein, Blut fließt auch nicht sonderlich viel. Schluss mit den Fragen.
Kritik
Der letzte Stalker macht das Licht aus! High School Abschlussbälle sind tolle Orte für klassische Slasher-Touristen. Immerhin stellen die so genannten Prom Nights gefühlte Anhäufungen von Drogenexzessen und Sexorgien dar – da kann der lustfeindliche Reaktionäre mit der Klinge gar nicht schnell genug Stiche und Hiebe verteilen: An allen Ende und Ecken wird gesoffen, gehascht und genagelt, bis die Lichter ausgehen. Da sieht der Slasher rot und Strafe muss sein!

"It's Midnight Everyone's Ready To Go Home...But Someone Has Other Plans. " lautet die völlig alberne Werbezeile des Films – und genau so inhaltsleer kommt auch "Prom Night" von Regisseur Nelson McCormick daher. Der Serienveteran liefert eine dramaturgische Nulllinie ab, welcher es konsequent an Spannung oder Tiefgang fehlt. Die Darsteller spielen sich mühsam von Szene zu Szene – und wirken fröhlich, wenn sie der Tod ereilt. Das passiert 13 Mal und dann rollen die Credits.

Der für 18 Millionen US-Dollar in Oregon und Californien gedrehte bietet über 88 Minuten filmischen Leerlauf. Oftmals hört man die Genreweisheit unter Horrorbuffs, ein Slasherfilm sei nur so gut wie sein Killer. Mit Johnathon Schaech standen die Chancen eigentlich gar nicht sonderlich schlecht – er hat ein recht markantes Gesicht und Augen, die keinen Deut Reue ausstrahlen. Die Klinge sitzt zudem skrupellos locker. Doch echten Herausforderungen muss er sich nicht stellen, und sein Ende? Nicht der Rede wert.


Völlig überflüssiges und doof-zahmes Remake eines wundervollen Slashers. Diese Prom Night ist wahrlich keine gelungene Party.


Rudolf Inderst