Inside Man

USA, 129min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Spike Lee
B:Russell Gewirtz
D:Denzel Washington,
Clive Owen,
Jodie Foster,
Willem Dafoe,
Chiwetel Ejiofor
L:IMDb
„I sold my soul and I try to buy it back ever since.”
Inhalt
„Warum ich den perfekten Bankraub begehe? Nun, weil ich es kann." Keine Frage: Dalton Russell (Clive Owen) hat dazu die Intelligenz, die Nerven und die Kaltblütigkeit. Das bekommt vor allem Detective Keith Frazier (Denzel Washington) zu spüren. In diesem Katz-und-Maus-Spiel steht schnell fest, wer hier das Mäuschen ist. Während der eine verzweifelt versucht, die Geiseln zu retten, führen die Bankräuber im Inneren der Bank den dreistesten Coup aller Zeiten durch. Kann er überhaupt vereitelt werden? Und welche geheimnisvolle Rolle spielt Madaline White (Jodie Foster), die externe Beraterin?
Kurzkommentar
"Inside Man" ist ein Glücksfall für den Mainstream: Gnadenlos gut besetzt und exakt mit jener feinfühligen, eigenen Handschrift versehen, die im "kommerziellen" Film sonst nicht anzutreffen ist. Sollten sich weitere Independent-Regisseure nach Spike Lee dazu entscheiden, totgelaufene Genremuster nicht nur zu zitieren, sondern stilvoll zu weiterzudenken, brechen im Multiplex noch rosige Zeiten an. Es ist lange her, dass es im Bankraub-Genre gleichzeitig derart spannend, vielschichtig und doch entspannt zuging. Dafür sorgt ein intelligent platzierter Humor, der nicht zuletzt auf das Konto des Drehbuchdebütanten Russell Gewitz geht. "Inside Man" verzichtet auf die sonst üblichen brachialen Plotwendungen, bietet doppelbödige Charaktere und schiebt zwischen die Zeilen eine Liebeserklärung an New York. Hier stimmt alles. Endlich wieder großes Kino, das nicht mit Gewalt auffallen will.
(Flemming Schock)