Austin Powers
(Austin Powers: International Man of Mystery)

USA, 90min
R:Jay Roach
D:Mike Myers,
Elizabeth Hurley,
Michael York,
Mimi Rogers,
Robert Wagner
L:IMDb
„Name? Austin Danger Powers. Sex? Yes please!”
Inhalt
Austin Powers (Mike Myers), James Bond Verschnitt der 60er, wird kryotechnisch eingefroren, um beizeiten seinem Erzfeind Dr.Evil (ebenfalls Mike Myers) wieder aufzulauern. Der entkam in den 60er Jahren nämlich, ebenfalls eingefroren, mit seinem Raumschiff und ließ sich nach 30 Jahren erst wieder auftauen, um dann erneut einen Versuch zur Versklavung der Welt unternehmen zu können. Um ihm entgegenwirken zu können, wird Austin wiederbelebt und muß sich nicht nur an die modernen 90er gewöhnen, sondern auch noch nebenbei die Welt retten.
Kritik
Mike Myers, vor allem bekannt durch seine "Wayne's World" Filme, schrieb das Drehbuch zu dieser bunten, durchgeknallten Persiflage auf James Bond und einige andere Actionfilme (z.B. Demolition Man). War "Wayne's World" eher nicht so meine Komödie, spricht "Austin Powers" mich schon eher an. Nicht nur, weil Myers so wunderbare Seitenhiebe in Richtung 007 verteilt, sondern auch, weil sich bei Kulisse und Styling viel Mühe gegeben wurde. Was vor allem auffällt ist, daß der Film im Gegensatz zu der "Nackten Kanone" nicht so sehr auf Brüller am laufenden Band setzt, sondern eher auf amüsante Details und durchgeknalltes persifliertes Modedesign.

Verstehen Sie mich richtig : der Film ist witzig, einfallsreich und durchdacht, aber war mir fehlte, waren so richtige Knaller wie bei der "Nackten Kanone". Herzhaft lachen mußte ich nur zweimal, während der Rest zwar durchaus amüsant, aber eben nicht so gagreich wie bei Nelson's vergleichbaren Filmen war. "Austin Powers" bietet aber auf jeden Fall alles, was man von einer Persiflage erwarten kann : geistreich verspottete Charaktere der klassischen Art (z.B. die bildhübsche Vanessa Kensington (Elizabeth Hurley), Dr. Evil, sein Sohn, Austin's Vorgesetzter Basil usw.), 007 ähnliches Styling, übertriebene Verhaltensweisen und recht gelungen Anspielungen auf andere Filme. Dazu noch nett-inszenierte Spielereien, wie etwa die teils nackten Hauptdarsteller durch Simplizitäten zu verdecken, und fertig ist die Komödie.

Alles in allem kommt "Austin Powers" also nicht an die Klasse der "Nackten Kanone" heran, bietet aber durchaus genug Stoff für einen lustigen Filmeabend.

Einfallsreiche Persiflage mit recht wenigen echten Brüllern


Thomas Schlömer