Mumie, Die
(Mummy, The)

USA, 124min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Stephen Sommers
B:Stephen Sommers
D:Brendan Fraser,
Rachel Weisz,
John Hannah,
Arnold Vosloo
L:IMDb
„Der Tod ist erst der Anfang.”
Inhalt
3000 Jahre ist es her, daß der ägyptische Priester Imhotep lebend mumifiziert wurde, weil er den damaligen Pharao Seti tötete und seine Frau an sich nahm. Gleichzeitig wurde Imhotep mit dem schrecklichsten aller existierenden Flüche belegt ... ein Fluch der so schrechlich war, daß er noch nie jemandem auferlegt worden war. 1926 schließlich stößt Bibliothekarin Evelyn auf ein uraltes Artefakt, welches eine Art Schlüssel für ein berüchtigtes altägyptisches Buch darstellt und eine gezeichnete Karte enthält, die den Weg zur antiken Stadt Hamunaptra weist. Durch einen scheinbaren Zufall wird die Karte halb verbrannt und Evelyn wendet sich an den seit drei Jahren gefangenen Fremdenlegionär Rick O'Connell, der 1923 bei Hamunaptra von einer Armee, die ein mysteriöses Geheimnis um eine Mumie schützen wollen, überrannt wurde. Evelyn rettet ihn aus Neugier um diese verfluchte Stätte vor der Exekution und sie beginnen eine Expedition durch die Wüste - mit dem Ziel alterwüdrige Artefakte zu entdecken und eventuell das Geheimnis dieses Fluches zu lüften.
Kritik
Willkommen bei unserem Workshop "In 5 Schritten zum guten Film", heute am Beispiel "Die Mumie".

(1) Alle guten Aspekte behalten wir bei. Dazu gehören die excellenten Effekte, die prinzipiell funktionierende Story, der pointierte Sound, die wenigen guten Ideen und der schöne Abspann.
(2) Dann streichen wir 90% aller Witze, Grimassen und Slapstickeinlagen.
(3) Jetzt ersetzen wir die beiden Hauptdarsteller. Brendan Fraser als Rick O'Conell geht ja noch, auch wenn Urwaldmenschen seinem schauspielerischen Potential eher entsprechen. Aber Rachel Weisz ist als tolpatschige Bibliothekarin kaum zu ertragen. Husch, zurück hinter deine Regale.
(4) Was dem Film klar abgeht, ist eine etwas dunklere Stimmung. Zum Beispiel sollte der mythologische Aspekt der Flüche mehr in den Vordergrund gerückt und nicht nur als Spielwiese für f/x-Techniker mißbraucht werden. Auch die Grabstätten hätten noch imposanter und geheimnisvoller sein können.
(5) Zu guter Letzt beseitigen wir noch einige kleine Schönheitsfehler, wie etwa die vom Holodoc der Voyager, von James Bond und von G'Kar bekannten Synchronstimmen, bügeln kleinere Storymängel aus und verzichten auf Ungereimtheiten wie Mumien in Lederjacken.
Voilá, ein perfekter Film.
Wolfgang Huang