Soul of a Man, The

Deutschland/USA, 103min
R:Wim Wenders
B:Wim Wenders
L:IMDb
Inhalt
Eine poetische Hommage von Wim Wenders an die Musik seines Lebens: den Blues. In seinem Film, der teils aus historischer Recherche, teils aus fiktiver Inszenierung besteht, erzählt Wenders die Geschichten von Skip James, J.B. Lenoir und Blind Willie Johnson. Die Musik dieser zu Unrecht in Vergessenheit geratenen großen Meister des Blues ersteht vor unseren Augen neu, sowohl anhand seltenen Archivmaterials als auch zahlreicher neu eingespielter Cover Versionen von deren Songs, gespielt und gesungen von Musikern wie Bonnie Raitt, Lucinda Williams, Beck, Lou Reed, Eagle Eye Cherry, Nick Cave and the Bad Seeds, Jon Spencer Blues Explosion, Cassandra Wilson, Los Lobos u.a.
Kurzkommentar
Wim Wenders huldigt liebevoll dem Blues, vermag es aber nicht, über die reine Qualität der Musik hinaus dem Thema ein paar magische Facetten abzugewinnen. Trotzdem oder gerade weil er um Authenzität und wenig Pathos bemüht ist, bleibt seine Dokumentation etwas seelenlos und beliebig. Oft reiht er Titel an Titel, Video-Clip an Video-Clip, Anekdote an Anekdote ohne einen Einblick in die Seele der porträtierten Sänger zu wagen. Andererseits lässt er sie dadurch nur durch ihre Stücke sprechen und wird ihnen so vielleicht am ehesten gerecht.
(Thomas Schlömer)