Schlaflos in New York
(The Out of Towners)

USA, 90min
R:Sam Weisman
B:Neil Simon, Marc Lawrence
D:Steve Martin,
Goldie Hawn,
John Cleese
L:IMDb
„Wie Sie wissen, masturbiere ich 17-mal am Tag.”
Inhalt
Die Leidenschaft der Beziehung von Henry (Steve Martin) und Nancy Clark (Goldie Hawn), nahe Ohio auf dem Land lebend, scheint in der Midlife-Krise verlorengegangen zu sein. Henry ist ein gewissenhaft arbeitender, dessen Leben sich nur noch um Zahlen und Bücher zu drehen scheint. Nancy hingegen ist als Romantikerin eher dazu bereit, alles dafür zu tun, um wieder ein wenig Feuer in die Ehe zurückzubringen. Als Henry zu einem wichtigen Job-Interview nach New York reist, haben die Clarks zwei Ziele: Henrys Erfolg muss lanciert werden, und eheliche Leidenschaft soll nach Möglichkeit wieder entfacht werden. Was als überschaubare Geschäftsreise beginnt, wandelt sich schnell in eine unendliche Reihe von Missgeschicken, die den Großstadtaufenthalt zum Abenteuer und gleichzeitig zum Wiederentfacher der Liebe machen.
Kurzkommentar
Steve Martin hat in 'Schlaflos in New York' vom Drehbuch her kaum Möglichkeiten, seiner Rolle Witz und Charme zu verleihen. Die Charaktere sind platt und eindimensional, die Handlung langweilig und die humoristischen Einlagen abgedroschen. Für eine romantische Komödie gibt es hier eindeutig zu wenig Romantisches und Komisches.
Kritik
Schade, aus dem Stoff Hinterwälder kommen in die große Stadt kann man doch normalerweise immer noch eine halbwegs annehmbare Komödie zusammenzimmern. Leider sind die Gags in 'Schlaflos in New York' genauso ausgeleiert wie die Grundidee des Films. Wirklich witzige Szenen gibt es leider keine, obwohl Steve Martin und Goldie Hawn das ohne Zweifel gut hätten machen können, wenn es ein besseres Drehbuch gegeben hätte. Das Zusammenspiel der beiden als alterndes Ehepaar ist der einzige positive Aspekt.

Leider gibt es viel Negatives zu berichten. In die Rubrik peinlich fällt der Auftritt von John Cleese, der solche Rollen eigentlich nicht nötig hat. Die Handlungsführung ist unglaublich konfus und der Film wirkt stark zusammengestückelt. Wirklich romantische Szenen gibt es keine, stets wird die Stimmung durch Slapstickeinlagen 'aufgelockert', die dämlicher kaum sein könnten. Man hat das Gefühl, man würde sich einen mittelmäßigen TV-Film mit Spitzenbesetzung anschauen. Der Film zieht sich wie Kaugummi und wirkt künstlich aufgebläht. Vielleicht sollte Steve Martin seine Drehbücher in Zukunft alle selbst schreiben.

Langweilige und unwitzige Komödie auf TV Niveau


David Hiltscher