Sixth Sense, The

USA, 107min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:M. Night Shyamalan
B:M. Night Shyamalan
D:Haley Joel Osment,
Bruce Willis,
Toni Collette,
Donnie Wahlberg
L:IMDb
„Ich sehe tote Menschen.”
Inhalt
Eines Tages bricht ein ehemaliger Patient in die Wohnung des Kinderpsychiaters Malcolm Crowe (Bruce Willis) ein, beschuldigt ihn völlig verstört, er hätte ihm nie geholfen, schiesst dann Crowe an und tötet sich selbst. Einige Monate später zehrt Crowe immer noch an seinem vermeintlichen Versagen, hat aber mittlerweile einen neuen "Fall": der kleine Cole Sear (Haley Joel Osment), der ihm ebenfalls einige Rätsel aufgibt. Er hat ein dunkles Geheimnis.
Kurzkommentar
Während Wolfgang und Flemming den zähen Mittelteil des Überraschungserfolgs "The Sixth Sense" schon ausreichend kritisiert haben, möchte ich noch einmal das meiner Ansicht nach geniale Gesamtkonzept unterstreichen. Selten zuvor ist mir so ein ausgebufftes Spiel mit dem Zuschauer untergekommen, selten zuvor wurde zum Zuschauer so abrupt der Boden unter den Füßen weggerissen. Das Ende geht zweifelsohne als eines der besten der gesamte Filmgeschichte in die Analen Hollywoods und braucht Vergleiche mit ähnlich genial konzipierten Klassikern wie "Die üblichen Verdächtigen" oder moderneren Fincher-Streifen wie "The Game" und "Fight Club" nicht zu scheuen. Das entschädigt meiner Meinung nach dreimal für den unspektakulären Mittelteil und hinterläßt auch deswegen eine nachhaltige Wirkung, als daß dem Zuschauer dann erst die Tragik in Crowe's Ehe deutlich wird.
(Thomas Schlömer)