Herz

Deutschland, 100min
R:Horst Johann Sczerba
B:Horst Johann Sczerba
D:Florian Fitz,
Laura Maori Tonke,
Michael Roll,
Mehmet Kurtulus,
Pamela Knaack
L:IMDb
„C'est la vie, wie der Türke sagt”
Inhalt
Tropical Dive heißt die kleine Tauchschule in einem Kölner Stadtteil. Dort trifft sich die Clique des Viertels regelmäßig, um in der Schwerelosigkeit der Unterwasserwelt den Sorgen und Nöten des Alltags zu entfliehen. Das Herz des Dolmetschers Cem schlägt für Lale, die vor Gericht steht. Georg von der Mordkommission will einfach nicht glauben, dass seine Frau Gisela sich den Zärtlichkeiten seiner "Leichenfinger" zunehmend entzieht. Martin, der Arzt, kann die zerbrechliche Natalie nicht vergessen, die wegen eines Selbstmordversuchs auf seiner Station liegt. Und dann ist da noch Marlis, die den Vertreter Günther mit Tauchlehrer Marcel betrügt.
Kurzkommentar
Eine Ehe zerbricht, eine Ehe beginnt, ein Kind wird geboren, ein Kind tötet sich selbst, der eine hat Erfolg, der andere nicht, der eine ist ausgeglichen, der andere psychisch labil. Horst Johann Sczerbas "Herz" leidet am typischen Episodenfilm-Syndrom: das Drehbuch möchte soviel erzählen, soviele Figuren vorstellen, soviele Lebenswege zeigen, dass es -trotz talentierter Darsteller und stimmungsvoller Inszenierung- letztendlich nicht involvierend genug ausfällt. Seine (teils auch plattitüdenhafte) Herangehensweise an die titelgebende Symbolik steckt dabei voller Engagement, weist aber (naturgemäß) keinen durchgehenden Handlungsbogen auf und berührt daher nur in den seltensten Momenten. Dennoch ein berechtigter Versuch, vom Leben, Lieben und Sterben möglichst allumfassend zu erzählen.
(Thomas Schlömer)