Schweinchen Babe in der großen Stadt
(Babe: Pig in the City)

Australien / USA, 97min
R:George Miller
B:George Miller, Judy Morris, Mark Lamprell
D:Magda Szubanski,
James Cromwell,
Mary Stein
L:IMDb
„The first hazard for the returning hero is his fame”
Inhalt
Der Farmer Hoggett (James Cromwell) erleidet einen Unfall und die Zwangsversteigerung der Farm steht bevor. Babe und die Bäuerin Esme (Magda Szubanski) unternehmen eine Reise in die große Stadt, um bei einer Landwirtschaftsaustellung etwas Geld für die Rettung der Farm zu verdienen. Doch am Flughafen lernt das Schweinchen Babe einen Drogenhund kennen und nun beginnt eine Odysee durch den Dschungel der Großstadt - mit all seinen Gefahren und Reizen.
Kurzkommentar
Wie treffend das Zitat doch für den Film ist: "Schweinchen Babe in der großen Stadt" erleidet das Schicksal der meisten Fortsetzungen und kann dem magischen Original nur sehr bedingt das Wasser reichen. Zwar widersteht Regisseur George Miller ("Mad Max") der Versuchung, jene Erfolgselemente des ersten Teils übergroß zu duplizieren, der Ersatz, den er dafür beschafft, kann aber auch nur mittelmäßig überzeugen. So gelingt es ihm zwar ansatzweise, das märchenhafte Flair des ersten Teils nachzuempfinden, seine Großstadt-Utopie verträgt sich aber nur sehr widerspenstig mit Babes herzensgutem Charakter. Demnach fällt der Film auch weitaus düsterer aus als der erste und erreicht nur in einem Moment die berührende Dichte des Originals (dieser ist dafür umso herzzerreißender: die Gefangennahme der Tiere durch die skrupellosen "Wissenschaftler"). Darüberhinaus findet Millers Arbeit zu keiner vernünftigen Spannungsdramaturgie und verfällt manchmal allzu leicht etwaiger Überzeichnungen in Form von Personen (die Hotelbesitzerin), oder auch Tieren (der "mechanische" Hund).
(Thomas Schlömer)