Es war einmal in Amerika
(Once upon a time in America)

USA / Italien, 227min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Sergio Leone
B:Harry Grey,Sergio Leone, Leonardo Benvenuti, Franco Ferrini
D:Robert DeNiro,
James Woods,
Elizabeth McGovern,
Treat Williams,
Tuesday Weld
L:IMDb
„When you've been betrayed by a friend you hit back”
Inhalt
Brooklyn, 1923: Bereits als Kinder ziehen Noodles und Max, beide Söhne jüdischer Emigranten, mit ihrer Gang einen Schnapsschmuggel auf. Weil Noodles den Mörder eines Bandenmitglieds ersticht, muss er hinter Gitter. Zehn Jahre später hat es das Syndikat unter Max (James Woods) zu Reichtum und Respekt gebracht. Noodles (Robert De Niro) aber kritisiert dessen unersättliche Geldgier. Mit dem Ende der Prohibition sucht sich Max neue "Arbeit". Um ihn vor einer Torheit zu bewahren, verrät Noodles den einstigen Partner.
Kurzkommentar
Sergio Leones letzter Film ist die konsequente Fortführung des in "Todesmelodie" lediglich angerissenen Themenkanons um Leben, Liebe, Freundschaft, Verrat. Mit unbändiger Liebe zum Detail und Mut zu komplexer Rückblendentechnik entwirft er ein mitreißendes, jederzeit um Vielschichtigkeit bemühtes Gangsterdrama, das inhaltlich und formal absolut harmonisch wirkt. Auch wenn er mit knapp vier Stunden Laufzeit höchste Konzentration erfordert und sich mancher Handlungsstrang (Beispiel: Streikdemo) als nicht griffig genug erweist, ist Leones meisterliche Story- und Figurenführung jederzeit zu spüren. "Es war einmal in Amerika" ist einer der wenigen Filme, dessen Werbespruch wie angegossen sitzt: "As boys, they said they would die for each other. As men, they did".
(Thomas Schlömer)