Handlung
Benigno und Alicia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Spanier Benigno kümmert sich 15 Jahre lang um seine psychisch kranke Mutter, mit seinem schwedischen Vater hat er schon lange keinen Kontakt mehr. Er wohnt gemeinsam mit seiner Mutter gegenüber einer Ballettschule. Wenn er aus dem Fenster sieht, kann er den Schülerinnen beim Tanzen zusehen. In eine dieser Schülerinnen, Alicia, verliebt er sich. Diese, die Tochter eines Psychiaters, weiß nichts von seiner Liebe. Um näher an sie heranzukommen, geht Benigno in die psychologische Sprechstunde ihres Vaters.
Als Benigno Alicia nach dem Tod seiner Mutter besuchen will, erfährt er, dass diese durch einen Verkehrsunfall im Wachkoma liegt. Benigno, der als Krankenpfleger tätig ist, wird von Alicias Vater engagiert, sich um sie zu kümmern, was für ihn, wie er selbst sagt, die schönste Zeit seines Lebens ist.
Marco und Lydia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Argentinier Marco Zuluaga ist als Journalist in Spanien tätig. Nachdem er die Torera Lydia im Fernsehen gesehen hat, will er einen Artikel über sie schreiben und lernt sie dadurch kennen. Zwischen Marco und Lydia entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Beiden hilft dieser Kontakt, ihre vorherigen Liebesbeziehungen zu verarbeiten.
Einige Monate später steht für Lydia ein Stierkampf an, bei dem sie schwer verletzt wird und ins Koma fällt. Im Krankenhaus freundet sich Marco mit Benigno an und erfährt, dass dieser sich schon seit vier Jahren liebevoll um Alicia kümmert, sie unter anderem frisiert und mit ihr spricht. Da Marco Schwierigkeiten hat, mit Lydia in emotionalem Kontakt zu bleiben, rät ihm Benigno, ebenfalls mit Lydia zu sprechen. Kurz bevor Marco in der Lage ist, sich gegenüber Lydia zu öffnen, erfährt er von Lydias ehemaligem Geliebten Niño, dass dieser und Lydia sich kurz vor ihrem letzten Stierkampf versöhnt haben. Marco ist enttäuscht und reist nach Jordanien, um dort an einem Reiseführer zu arbeiten.
Marco und Benigno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In Jordanien liest Marco in der Zeitung von Lydias Tod und ruft im Krankenhaus an, um Näheres darüber zu erfahren. Dabei wird ihm gesagt, Benigno arbeite nicht mehr im Krankenhaus, Alicia sei schwanger. Benigno werde vorgeworfen, er habe Alicia missbraucht, er sitze nun im Gefängnis.
Marco fährt nach Spanien zurück, besucht Benigno im Gefängnis und zieht in dessen Wohnung ein, die mit lauter Dingen eingerichtet ist, die an Alicia erinnern. Benigno möchte wissen, wie es Alicia geht und ob das Kind geboren wurde. Marco findet heraus, dass Alicia eine Totgeburt hatte, dabei allerdings aus dem Koma erwacht und nun mit ihrer Rehabilitation beschäftigt ist. Er will Benigno davon berichten, dessen Anwalt rät jedoch davon ab.
Am nächsten Morgen erhält Marco eine Nachricht, in der Benigno ankündigt, er wolle „aus dem Gefängnis fliehen“, indem er sich selbst durch die Einnahme von Tabletten ins Koma versetzt, um auf diese Weise immer bei Alicia sein zu können. Sofort fährt Marco zum Gefängnis, um ihm mitzuteilen, dass Alicia erwacht ist. Allerdings ist Benigno bei seiner Ankunft bereits tot.
Marco und Alicia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Marco trifft im Theater auf Alicia, die von ihrer Ballettlehrerin Katerina Bilova begleitet wird. Zwischen beiden bahnt sich eine neue Liebesbeziehung an.
Kritik
- „Nach dem weltweit preisgekrönten ‚Alles über meine Mutter‘ hat er wiederum ein sensibles, ergreifendes und auch kühnes Werk geschaffen. Von der Kritik hochgelobt, sollte dieses psychologisch mitreißende Drama um Liebe, Tod und Einsamkeit besonders bei Anhängern des europäischen Kopfkinos gut ankommen.“ (VideoWoche)
- „Dieser zärtliche und wahnsinnige Film ist nach dem mit einem Oscar und den höchsten internationalen Preisen ausgezeichneten ‚Alles über meine Mutter‘ (1999) das neue Meisterstück eines wilden, melodramatischen, luziden Filmemachers, bei dem sogar Geraldine Chaplin in einer prägnanten Nebenrolle großartig ist.“ (Blickpunkt: Film)
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